Aktivitäten






Projekt Tropenwald Paria

(Presseberichte: 15.08.95, 30.10.96, 17.06.97)

Helfen Sie mit, auf der Halbinsel Paria in Venezuela ein Stück Naturparadies zu bewahren!



Nebelwald auf der Halbinsel Paria
Photo: EKG


Weltweit werden in rasender Geschwindigkeit Tropenwälder unwiederbringlich vernichtet. Globale Klimaveränderung, Artensterben und weltweite Konflikte sind die Folge für uns und unsere Kinder.



Die Halbinsel Paria
Die Halbinsel Paria im Karibischen Meer bildet den östlichen Ausläufer der venezolanischen Küstenkordillere. In Höhenlagen um 1000 m NN findet sich noch ein zusammenhängendes Gebiet des früher ausgedehnten Küstennebelwaldes. Einige Nebelwaldreste haben sich auch noch verstreut inmitten von Kakao- und Kaffeeplantagen erhalten.


Karibikküste der Halbinsel Paria
Photo: W. Merle


Die verbliebenen Waldgebiete werden von Kleinbauern ungehindert brandgerodet, da Armut und Siedlungsdruck diese kaum entwickelte Randregion Venezuelas belasten. Bodenerosion macht die freigelegten Böden aber in kurzer Zeit unbrauchbar. Versteppte Hügel und ausgetrocknete Bachläufe bleiben zurück. Experten befürchten einen Zusammenbruch des Ökosystems auf Paria in wenigen Jahren.



Der tropische Nebelwald


Blick ins Innere des Nebelwaldes im Avila-Nationalpark
Photo: Dr. W. Meier


Im öffentlichen Bewußtsein standen Nebelwälder lange Zeit im Schatten der tropischen Tieflandregenwälder und erst relativ spät hat man auch ihre Besonderheit und Bedrohtheit erkannt. In der venezolanischen Küstenkordillere findet man in Höhen über 1000 m NN noch einige Gebiete dieses tropischen Nebelwaldes.


Die besonderen Umweltbedingungen der Nebelzone haben hier die Entstehung eines hohen Artenreichtums begünstigt. Charakteristisch für diese immergrünen Wälder sind Epiphyten (=Pflanzen die auf Bäumen wachsen) der Pflanzenfamilien Orchideen, Bromelien, Farne und Aaronstabgewächse. Durch die isolierte Lage inmitten von Trockenvegetation konnten sich im Lauf der Evolution Pflanzenarten herausbilden, die einzig nur in dieser Region vorkommen (Endemiten).


Gesneriaceae, Columna sp.
Photo: Dr. W. Meier


Bromelie, Guzmania sp.
Photo: Dr. W. Meier


Dieser kleine Frosch gehört zu den Baumsteigern (Dendrobatidae) und sondert eine orangefarbene, stark giftige Flüssigkeit ab, wenn er in Bedrängnis kommt
Photo: Dr. S. Engwald


Landkrabbe (Gecarcinidae)
Photo: Dr. S. Engwald


Neben dem rein biologischen Wert der Nebelwälder wird auch zunehmend ihre unmittelbare Bedeutung für die Bevölkerung erkannt. Das Abholzen der Wälder hat Überschwemmungen und Erosion in der Regenzeit sowie Dürre und Trinkwassermangel in der Trockenzeit zur Folge.



Das Problem


Brandgerodete Lichtung im Nebelwald Paria
Photo: EKG


In dem komplexen ökologischen System unserer Erde spielt der Tropenwaldgürtel eine zentrale Rolle. Er ist Hauptlieferant unserer Atemluft, er reguliert den globalen Wasserhaushalt, stabilisiert das weltweite Klimagefüge und birgt unser größtes Arten- und Genpotential.

Aus kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen wird täglich Tropenwald in einer Ausdehnung vernichtet, die der Fläche des Bodensees entspricht. Unsere natürlichen Lebensgrundlagen geraten dadurch weltweit in Gefahr; ganz zu schweigen von der Schönheit dieses einmaligen Lebensraumes.


Brandgerodete Hügelkette auf der Halbinsel Paria
Photo: EKG


Optimistisch gesehen ist es fünf vor zwölf. Nur eine weltweite öffentliche Kritik kann die politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen zu einer Beendigung des globalen Raubbaus bewegen. Gleichzeitig gilt es, in vielen Einzelprojekten konkrete Tropenwaldgebiete zu schützen und mit den Menschen vor Ort nachhaltige wirtschaftliche Alternativen zu entwickeln.



Das Projekt
Das Projekt Tropenwald Paria fördert und realisiert konkrete Maßnahmen, um die unmittelbar bedrohten Nebelwaldgebiete vor der Brandrodung zu bewahren und um die einzigartige Biosphäre der Halbinsel Paria nachhaltig zu schützen.

Das Aufgabengebiet umfaßt wissenschaftliche Forschungsarbeit, Schutz- und Überwachungsfunktionen, ökologische Absicherung des Umfeldes (z.B. durch Wiederaufforstungen) sowie Bildungs- und Öffentlichkeits- arbeit (z.B. zu nachhaltiger Landwirtschaft und Ökotourismus).


Projekt zur Wieder- aufforstung unserer Partnerorganisation Fundacion-Thomas-Merle auf Paria
Photo: EKG


Die Europäisch-Karibische Gesellschaft e.V. und ihr wissenschaftlicher Beirat kooperieren eng mit Umweltschutzorganisationen vor Ort. Das konkrete Vorgehen erfolgt in Abstimmung mit wissenschaftlichen Institutionen und Behörden in Deutschland und in Venezuela sowie in gleichberechtigter Partnerschaft mit den Menschen vor Ort.



Ihr Beitrag
- Sich Informieren

Der Schutz der Tropenwälder gehört zu den vordringlichsten Aufgaben unserer Zeit. Wir informieren Sie gern über die Tragweite dieses Problems.

- Verantwortung übernehmen

Das persönliche Engagement eines jeden Einzelnen ist entscheidend. Vertreten auch Sie die Sache der Tropenwälder und fördern Sie Projekte zu ihrem Schutz.

- Handeln!



Ihre Anfragen, Ihre Mitgliedschaft oder auch Spenden sind herzlich willkommen!





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